Chronik der Familie Sondermann

Otto Otfried Wilhelm
Schultze-Lans


Otto Otfried Wilhelm Schultze wurde am 8. Dezember 1896 in Hildburghausen geboren. Er war das zweite Kind des Paul Schultze (1865-1932) und der Franziska Lans (1872-1918). [1]

Otto Schultze erhielt vom Thüringischen Justiz-Ministerium die Genehmigung zur Führung des Namens Schultze-Lans, vermutlich zwischen 1934 und 1937. [2]

Ausbildung und I. Weltkrieg

Otto Schultze besuchte bis 1915 das Gymnasium in Hildburghausen. [3]


Im Jahr 1915 meldete sich Otto Schultze freiwillig in den Krieg und trat ins 2. Thüringische Feldartillerie-Regiment Nr. 55 zu Naumburg an der Saale ein. Er wurde am 18. September 1916 an der Somme schwer verwundet. Otto Schultze wurde am 1. Juli 1918 aus dem Heeresdienst entlassen. [4]


Vermutlich erst nach dem I. Weltkrieg bestand Otto Schultze das Abitur und studierte Rechtswissenschaften. [5]

Ehe mit Helene Gernert

Otto Schultze heiratete in Hildburghausen am 9. Juni 1923 Helene Gernert, die am 9. Oktober 1898 in Hildburghausen geboren wurde. Sie war die Tochter des Dr. med. Robert Gernert und der Antonie Amborn. Dr. Gernert war als praktischer (d. h. niedergelassener) Arzt in Hildburghausen tätig und betrieb dort auch ein Röntgenlaboratorium. [6]


Aus der Ehe Schultze-Lans-Gernert entstammt ein Sohn, der in Hildburghausen geboren wurde:


  • Erich Schultze-Lans (1924)

Beruflicher Werdegang und Wohnorte

Ab ca. 1933 und zumindest bis 1941 war Otto Schultze-Lans als Bankdirektor in Weimar tätig; vermutlich der dortigen Niederlassung der Commerz- und Privat-Bank AG. Er wohnte in Weimar in der Lottenstraße Nr. 7. [7] Die Straße wurde zwischen 1934 und 1937 in Kaiserin-Augusta-Straße umbenannt. [8] Nach dem Krieg im Jahr 1949 lebte Otto Schultze-Lans nicht mehr in Weimar. [9]


 [1] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.

[2] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.. Während er im Adressbuch des Jahres 1934 noch als "Schultze" geführt wird, hat sich der Eintrag im Jahr 1937 zu "Schultze-Lans" geändert. Vgl. Dietsche & Brückner (Hrsg.) (1934): Einwohnerbuch der Stadt Weimer 1934, Weimar, S. 41; Dietsche & Brückner (Hrsg.) (1937): Einwohnerbuch der Stadt Weimer 1937, Weimar, S. 38.

[3] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.

[4] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.

[5] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.

[6] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641; Gadow, F. W. & Sohn (Hrsg.) (1924): Einwohner- und Geschäftshandbuch für Stadt und Kreis Hildburghausen, Hildburghausen, S. 115.

[7] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.; Sondermann, Erich (1933): Brief an Hedwig Schäfer, Dresden, wobei Erich Sondermann die Adresse mit Nr. 11 angibt; Dietsche & Brückner (Hrsg.) (1934): Einwohnerbuch der Stadt Weimer 1934, Weimar, S. 41. Im Jahr 1933 findet sich noch kein Eintrag, aber Erich Sondermann berichtet schon Mitte 1933 von Adresse und beruflicher Stellung; Dietsche & Brückner (Hrsg.) (1939): Einwohnerbuch der Stadt Weimer 1939/1940, Weimar, S. 49; Dietsche & Brückner (Hrsg.) (1941): Einwohnerbuch der Stadt Weimer 1941/1942, Weimar, S 47.

[8] Vgl. Dietsche & Brückner (Hrsg.) (1937): Einwohnerbuch der Stadt Weimer 1937, Weimar, S. 45.

[9] Vgl. Thüringer Volksverlag (Hrsg.) (1949): Adressbuch der Stadt- und Landkreis Weimar 1949/1950, Weimar.
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