Chronik der Familie Sondermann

Werner Paul Eugen Georg Schultze


Werner Paul Eugen Georg Schultze wurde am 21. Juni 1899 in Hildburghausen geboren. Seine Eltern waren Paul Schultze (1865-1932) und Franziska Lans (1872-1918). [1]

Werner Schultze besuchte das Gymnasium in Hildburghausen und die Realschule in Meiningen. [2]

Am 10. Juni 1917 trat er als Königlich Preußischer Fahnenjunker. d. h. als Anwärter zum Berufsoffizier im Mannschaftsrang, in das 2. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 28  ein. Bei Poelkapelle wurde er am 11. Oktober 1917 in der Schlacht gegen die Engländer (3. Flandernschlacht) schwer verwundet. Er lag 48 Stunden (!) mit schwerem Bauchdeckenschuss in einem wassergefüllten Granat-Loch zwischen den feindlichen Linien und wurde nur durch Zufall gefunden. [3]

Im Juli 1918 kehrte er geheilt an die Front zurück und geriet am 1. September 1918 mit seinem Zug in englische Kriegsgefangenschaft und kehrte erst im April 1919 in die Heimat zurück. [4]

Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. [5]

Von 1919 bis 1925 war er als Kaufmann in der väterlichen Holzwarenfabrik tätig. [6] Im Adressbuch der Stadt Hildburghausen wird er im Jahr 1924 mit derselben Adresse wie sein Vater geführt. Zudem ist im Adressbuch unter dem Namen Werner Schultze eine "Metallwarenfabrik" unter der Adresse der Holzwarenfabrik vermerkt. [7] Die Fabrik war aber nur von kurzer Dauer, denn ab 1. Juli 1925 diente Werner Schultze in der thüringischen Landespolizei im Rang eines Leutnants. [8]

Werner Schultze starb in Potsdam unverheiratet und kinderlos am 13. Juli 1926. [9]

 [1] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.

[2] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.

[3] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641.

[4] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 641-642.

[5] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 642.

[6] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 642.

[7] Vgl. Gadow, F. W. & Sohn (Hrsg.) (1924): Einwohner- und Geschäftshandbuch für Stadt und Kreis Hildburghausen, Hildburghausen, S. 43, S. 56 und S. 108. Im zeitlich vorgelagerten (1913) und nachgelagerten (1930) Adressbuch findet sich kein Eintrag zu Werner Schultze.

[8] Vgl. Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 642.

[9] Vgl.  Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Anhang B, S. 642.
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